Fotovorschau und Logo "Rotenburg" ausblenden
Quick-Navigator:
Suche:

Name in der Ehe und in der Lebenspartnerschaft


Namensführung in der Ehe

Die Unterschrift der Frischverheirateten im Heiratsbuch des Standesamts zeigt eine wichtige Entscheidung des Ehepaares, z.B. die Entscheidung für einen gemeinsamen Familiennamen.
 
 
Die Ehegatten können bei der Eheschließung oder auch zu einem späteren Zeitpunkt (keine Frist) den Geburtsnamen des Mannes oder der Frau zum Ehenamen (gemeinsamen Familiennamen) bestimmen. Der Name aus einer früheren Ehe kann erst seit dem Jahr 2005 zum Ehenamen bestimmt werden.
 
 
Die Ehenamensbestimmung ist unwiderruflich. Nur wenn die Ehe nicht mehr besteht kann ein früherer Familienname oder der Geburtsname wieder angenommen werden.
 
 
Kinder erhalten ebenfalls den Ehenamen der Eltern (siehe auch unsere Information zur Namensführung der Kinder nach dem neuen Kindschaftsrecht). Treffen Ehepaare keine Bestimmung (oder können sie sich nicht einigen), so behält jeder Ehegatte den von ihm zur Zeit der Eheschließung geführten Namen (getrennte Namensführung).
 
 
Bei der Geburt eines Kindes muss bei getrennter Namensführung der Eltern eine Bestimmung getroffen werden, ob das Kind als Geburtsnamen den Namens des Vaters oder den Namen der Mutter erhalten soll. Diese Erklärung gilt dann auch für die weiteren Kinder.
 
 
Der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, kann durch Erklärung vor dem Standesbeamten dem neuen Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den bisher geführten Familiennamen voranstellen oder anfügen und damit persönlich in der Ehe einen Doppelnamen führen (späterer Widerruf ist möglich).
 
 
Zusätzliche Wahlmöglichkeiten bestehen, soweit ein Ehegatte eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, da auch eine Namensführung nach diesem Heimatrecht möglich ist.
 
 
Beispiel:
 
Frau Susanne Rot, geb. Braun heiratet in zweiter Ehe Herrn Alfons Grün.
 
 
Wird bei der Heirat keine Namenserklärung abgegeben, behält jeder seinen bisherigen Namen, es bleibt also bei Rot und Grün. Falls das Paar später doch einen gemeinsamen Familiennamen führen möchte, kann nachträglich eine entsprechende Namensbestimmung beim Standesamt getroffen werden. Diese Erklärung muss öffentlich beglaubigt werden (gemeinsame persönliche Vorsprache ist erforderlich).
 
Zum Ehenamen kann „Braun' oder „Grün' bestimmt werden. Der Name „Rot' (aus der Vorehe der Frau) kann seit 2005 ebenfalls ausgewählt werden.
 
Entscheidet sich unser Traumpaar zum Beispiel für den gemeinsamen Familiennamen „Grün' (den erhalten dann auch die Kinder), dann könnte die Ehefrau - sofern sie einen Doppelnamen führen möchte - unter folgenden Kombinationen wählen:
 
 
Grün-Rot
 
Grün-Braun
 
Rot-Grün
 
Braun-Grün
 
 
Der Gatte hätte natürlich auch die Möglichkeit, persönlich einen Doppelnamen (z.B. Grün-Braun), falls sich das Paar auf den Ehenamen „Braun' (Geburtsname der Frau) oder (z.B. Grün-Rot) zu führen, falls sich das Paar auf den Ehenamen „Rot' (Familienname aus der Vorehe der Frau) einigen würde. Er kann seinem neuen Ehenamen natürlich auch den Geburtsnamen anhängen (z.B. Braun-Grün oder Rot-Grün).
 
Die Namensführung in der Lebenspartnerschaft
 
Die vorgenannten Beispiele zur Namensführung in der Ehe sind auch für Paare, die eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft eingehen oder eingegangen sind, anwendbar.
 
 
 



nach oben  nach oben

Stadt Rotenburg a. d. Fulda
Marktplatz 15 | 36199 Rotenburg a. d. Fulda | Tel.: 06623 933-01 | magistrat@rotenburg.de
  OK  
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung