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Ruine Burg Rodenberg


Burgruine Rodenberg
Der Landgraf Ludwig II (Hessen) ließ 1470 das Schloss Rotenburg erbauen. Es befindet sich an der Fulda in der nordhessischen Stadt Rotenburg a. d. Fulda. Es wird angenommen, dass die Ludowinger, Grafen von Hessen und Landgrafen von Thüringen die Burg nach 1150 auf dem Berg Alter Turm (418,1 m ü. NN) erbaut haben.

Ab dieser Zeit waren die Ludowinger Vögte der Abtei Hersfeld. Es ist auch möglich, dass bereits die hessischen Gisonen, von denen die Ludowinger die Vogtei erbten, die ersten befestigten Gebäude im 11. Jahrhundert erbauten. Im Jahr 1170 wird eine Ministerialienfamilie "de Rodenbere" in Verbindung mit der Burg erwähnt. Die Burg war in den folgenden Jahrhunderten ein Lehen der Rittergeschlechter "von Trott", "von Baumbach", "von Berlepsch" und "Vullekopf". Zerstört wurde die Rodenburg in Auseinandersetzungen zwischen den Sternern und den Landgrafen von Hessen gegen Ende des 14. Jahrhunderts.

In einer Sühneurkunde von 1389 wurde die Burg das letzte Mal urkundlich genannt; sie legte fest, dass die Burg "uff deme Berge glegen" nicht mehr befestigt werden sollte. Sie verfiel darauf hin, obwohl sie wahrscheinlich noch bis in das 16. Jahrhundert teilweise bewohnbar war. Sie gehörte in dieser Zeit dem Rittergeschlecht Trott zu Schwarzenhasel". Heute sind nur noch Reste der Außenmauern und Burggräben zu sehen. Von dem nordöstlichen größeren Turm ist wenig erhalten. Besser erhalten sind die Grundmauern des zentral angeordneten polygonalen Bergfriedes. Die Burganlage war etwa 110 Meter lang und 40 Meter breit.

Die Flurbezeichnung ist Hausberg. Der gesamte Berg ist mit Laubwald, meist Buchen, bedeckt. Die Burg war ein Vorgängerbau des Schlosses in der Stadt. Es ist weiterhin wahrscheinlich, dass sich der Name der Stadt von dieser Burg ableitet.




Wie wir Rotenburger zu unserem Spott- oder Spitznamen
"die Bornschisser" kamen.

Berichtet haben verschiedene Chronisten über die zum Schmunzeln verlockende "Unflätigkeit", die aber wohl trotzdem ins Reich der Sagen gehören dürfte.

Chronist Lucae führt aus: "... als sie vor Jahren niemand mehr bewohnte (die Burg auf dem Hausberg), nistete sich in dem verfallenen Gemäuer eine Rotte schädlicher Landplacker ein und bedrängte täglich mit Rauben und Plündern die Rotenburger Rechtschaffenden.

Durch solche Plackereien gewaltig ermüdet, bemeisterten die Rotenburger Bürger den Hausberg durch ungemeine, wiewohl unflätige "Kriegslist".

Man "verunreinigte" Quellen und Brunnen der Burganlage derart, dass die Landplacker den Hausberg verlassen mussten.

Geblieben aber ist über die Jahrhunderte den Rotenburgern der Spottname "Bornschisser".




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