Rathaus & PolItik

Pressemitteilung

KOMPASS-Sicherheitsbefragung


Die Stadt Rotenburg a. d. Fulda ist Teilnehmerin an der hessischen Sicherheitsinitiative „KOMPASS“. Ziel des Programms ist es, im Netzwerk von Polizei, Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern die Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl vor der eigenen Haustür zu verbessern. Im Zuge dieser Initiative organisierte die Stadt in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Osthessen und der Justus-Liebig-Universität Gießen eine repräsentative Befragung zur Sicherheit und Lebensqualität in Rotenburg und den acht Stadtteilen. Dabei wurden im vergangenen August 3.730 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger kontaktiert und aufgerufen an der Befragung, im Rahmen des landesweiten Programms KOMPASS, teilzunehmen. Das Ergebnis liegt nun vor.

Danach ergab die Befragung bei einer statistischen Gegenüberstellung mit Kommunen ähnlicher Größe zunächst einmal keine besonders hervorstechenden Probleme in der Fuldastadt. Dennoch gaben die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Befragung wichtige Impulse zur Verbesserung der Sicherheitslage und des allgemeinen Sicherheitsgefühls in Rotenburg. Als dringlichste Probleme wurden der Straßenverkehr (Raserei, Parkplatzproblematik, fehlende Fahrradwege in der Innenstadt und damit evtl. Gefährdungen für Radfahrer etc.), eine fehlende Sicherheit im öffentlichen Raum und Kriminalität (u. a. im Bereich Bahnhof/Schlosspark), schlechte (Straßen-)Beleuchtung und herumlungernde Personen sowie Leerstand in der Innenstadt angeführt.

„Die Ergebnisse der Umfrage spiegeln zwar die rein subjektive Wahrnehmung der Befragten wider, dennoch sollten gefühlte Unsicherheiten auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden“, sagt Bürgermeister Christian Grunwald. Viele der genannten dringlichsten Probleme sind seitens der Stadt bereits vorausschauend und proaktiv im Rahmen des Stadtumbauprogramms angegangen worden. Besonders die Themen Straßenverkehr und Beleuchtung spielen dabei eine zentrale Rolle. So wird aktuell ein Beleuchtungskonzept für den Schlosspark erstellt, das alsbald zur Schaffung eines besseren Sicherheitsgefühls in den Abend- und Nachtstunden im Park umgesetzt werden soll. Auch dem Leerstand in der Innenstadt wird durch das Einzelhandelsförderungsprogramm der Stadt und eigene städtische Aktivitäten zum Umbau und zur Sanierung von Häusern im zentralen Versorgungsbereich aktiv begegnet. „Übergreifenden Themen und Anliegen wie zum Beispiel der präventiven Arbeit mit Jugendlichen oder Senioren wird in der seit Jahren guten und kontinuierlichen Netzwerkarbeit im Rahmen des städtischen Präventionsrates begegnet und aktuell reagiert.“, ergänzt David Kiefer, Koordinator der städtischen Gemeinwesenarbeit und Verantwortlicher für das Projekt „KOMPASS“ in Rotenburg.

Die Ergebnisse der Bürgerbefragung sollen im nächsten Schritt im Rahmen einer Sicherheitskonferenz von Vertretern der Verwaltung und der Polizei sowie des Präventionsrates besprochen und weiterentwickelt werden.

Bei Fragen zu KOMPASS können sich Interessierte gerne an den Fachdienst Familie, Bildung und Soziales der Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 06623/933-133 oder über die Mailadresse gemeinwesen@rotenburg.de wenden.


KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwickeln. Dabei soll Bestehendes auf den Prüfstand gestellt und eine detaillierte Maßnahmenliste erstellt werden, wie die Sicherheit vor Ort weiter verbessert werden kann. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Von grundlegender Bedeutung ist, dass alle Partner, die Aufgaben im Bereich der Sicherheit wahrnehmen sowie die Bürgerinnen und Bürger an einen Tisch geholt werden. https://innen.hessen.de/sicherheit/kompass