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Umgestaltung Breitenstraße
Breitenstraße
Umgestaltung breitenstraße
Die Stadt Rotenburg a. d. Fulda plant im kommenden Jahr die grundhafte Sanierung der Breitenstraße. Die Maßnahme dient natürlich auch einem Neuaufbau der Straßenstruktur, aber die dringend erforderliche Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur ist ein Kernelement der Arbeiten, weshalb wir grundhaft und voll sanieren müssen.
Insbesondere die Trinkwasserleitungen haben das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Die noch vorhandenen Gussrohre weisen bereits Undichtigkeiten auf, zudem kam es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Rohrbrüchen entlang der Leitungsstrecke. Sollte es zu einem größeren Schaden oder gar einem Komplettausfall der Hauptleitung kommen, wären die Auswirkungen erheblich: Neben der Breitenstraße wären auch die angrenzenden Straßenzüge in Richtung Fulda von Einschränkungen der Wasserversorgung betroffen.
„Die Erneuerung der Leitungen ist daher keine freiwillige Leistung, sondern eine notwendige Investition in die Versorgungssicherheit unserer Stadt“, betont Bürgermeister Marcus Weber.
Um die Belastung für den städtischen Haushalt möglichst gering zu halten, wird die Erneuerung der Straßenoberfläche mit Mitteln des Städtebauförderprogramms finanziert. Dadurch kann für diesen Teil der Maßnahme eine Förderung von bis zu 66 Prozent in Anspruch genommen werden. Da die Breitenstraße gleichzeitig eine Landesstraße ist, müssen bei der Planung außerdem die technischen und verkehrlichen Vorgaben des Landes Hessen berücksichtigt werden.
Ein erster Planungsentwurf wurde bereits in einer öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt. Im Anschluss beschloss der Ausschuss, zusätzlich die Lokale Partnerschaft (LoPa) im Rahmen einer öffentlichen Sitzung einzubinden. Ziel ist es, Anregungen und Hinweise aus der Bürgerschaft in den weiteren Planungsprozess einfließen zu lassen.
Die Ergebnisse der LoPa-Beratung werden im September dem Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt und fließen anschließend, wenn möglich, in die weitere Ausarbeitung der Planung ein. Die Stadt setzt damit bewusst auf Transparenz und Bürgerbeteiligung, bevor die endgültige Ausbauplanung beschlossen wird.
Zuwegung und Umleitung:
Nach aktuellem Stand soll die Breitenstraße in Bauabschnitten gebaut werden. Eine halbseitige Sperrung ist auf Grund der Lage der Rohre nicht möglich. Auch gibt es noch keine Umleitungsstrecken, da die Bauabschnitte noch nicht bekannt sind.
Beteiligung & Vorbereitung
Bereits in den letzten Jahren wurden verschiedene Voruntersuchungen und Beteiligungsformate durchgeführt:
- Ein Stadtspaziergang, der mit 100 % Förderung durch Hessen Mobil realisiert wurde, brachte wichtige Erkenntnisse zu Verkehrsführung, Barrieren und Potenzialen.
- Im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) sowie beim Tag der Städtebauförderung wurde die Bevölkerung aktiv eingebunden und um Ideen und Hinweise zur zukünftigen Gestaltung der Breitenstraße gebeten.
- Öffentliche LoPa -Sitzung: Montag, den 17. August 2026 um 19.00 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus.
Diese Rückmeldungen aus der Bürgerschaft bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Planung.
Ideen oder Fragen?
Häufig gestellte Fragen zur Sanierung der Breitenstraße
1. Bauablauf und Zeitplanung
Wie erfolgt die Sperrung während der Bauarbeiten?
Für die Sanierung ist eine Vollsperrung erforderlich. Die Baumaßnahme soll jedoch abschnittsweise umgesetzt werden. Dabei werden jeweils etwa 100 bis 150 Meter lange Bauabschnitte vollständig gesperrt.
Wie lange dauern die Arbeiten in einem einzelnen Bauabschnitt?
Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine verlässliche Aussage zur Dauer der einzelnen Bauabschnitte getroffen werden. Ein erster Bauablaufplan kann erstellt werden, sobald alle erforderlichen Rahmenbedingungen bekannt sind.
Warum werden die Bauarbeiten nicht im Zweischichtbetrieb ausgeführt?
Die konkrete Bauausführung ist noch nicht abschließend geplant. Daher steht derzeit noch nicht fest, ob und in welcher Form ein Zweischichtbetrieb möglich oder sinnvoll ist.
Ist der genaue Baubereich bereits festgelegt?
Das Baufeld und der vorgesehene Bauabschnitt sind festgelegt und bilden die Grundlage für die weitere Planung und Ausschreibung.
Ist ein Baubeginn im Jahr 2027 realistisch oder beginnen die Arbeiten erst 2028?
Der Zeitplan wird weiterhin intensiv abgestimmt. Alle Träger öffentlicher Belange sind in die Planung einbezogen. Nach aktuellem Stand wird davon ausgegangen, dass der vorgesehene Zeitplan eingehalten werden kann.
Welche weiteren Baumaßnahmen stehen vorher an?
Zunächst stehen die Maßnahmen am Dickenrück und an der Neuen Fuldabrücke an. Im kommenden Jahr folgt die Bahnstrecke mit einer vierwöchigen Vollsperrung der Unterführung. Nach dem Strandfest soll anschließend mit den Arbeiten an der Breitenstraße begonnen werden.
2. Verkehr, Sperrung und Umleitungen
Wie werden die Umleitungen geregelt?
Aufgrund der Vollsperrung wird eine Umleitung eingerichtet. Eine konkrete verkehrstechnische Planung liegt derzeit noch nicht vor.
Wie wird der Schwerlastverkehr während der Bauphase geführt?
Als mögliche Route kommt die bekannte Strandfestumleitung infrage. Die genaue Führung des Schwerlastverkehrs wird im Rahmen der noch ausstehenden verkehrstechnischen Planung festgelegt.
Werden die angrenzenden Seitenstraßen bei der Verkehrsplanung berücksichtigt?
Ja, die Seitenstraßen und die Auswirkungen des Umleitungsverkehrs auf diese Bereiche werden in der Planung berücksichtigt.
Wird es einen eigenen Radfahrstreifen geben?
Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse kann kein eigener Radfahrstreifen eingerichtet werden. Die Führung des Radverkehrs und die damit verbundenen Sicherheitsanforderungen wurden geprüft. Der Radverkehr soll gemeinsam mit dem Fahrzeugverkehr auf der Fahrbahn geführt werden. Gleichzeitig ist eine Begrenzung der zulässigen Geschwindigkeit auf 30 km/h vorgesehen.
Warum wird die Breitenstraße nicht für den Radverkehr gesperrt?
Die Breitenstraße ist eine Landesstraße und zugleich Bestandteil eines ausgewiesenen Schulweges. Ein Verbot des Radverkehrs ist an dieser Stelle daher kaum möglich.
Warum wird Tempo 30 nicht bereits jetzt eingeführt?
Die Einführung von Tempo 30 wird derzeit geprüft. Das Verfahren befindet sich in der Endphase. Da es sich bei der Breitenstraße um eine Landesstraße handelt, müssen besondere Vorschriften und Anforderungen berücksichtigt werden. Nach aktuellem Stand bestehen gute Aussichten auf eine zeitnahe Einführung.
3. Gestaltung, Barrierefreiheit und Klimaanpassung
Wird die Breitenstraße barrierefrei ausgebaut?
Ja, die Anlage soll barrierefrei gestaltet werden. Dazu gehören möglichst ebene Gehwege und niveaugleiche Übergänge.
Wie wird der Gehweg von der Fahrbahn abgegrenzt?
Grundsätzlich ist ein Bordstein mit Anschlag vorgesehen. Dieser dient unter anderem der Abgrenzung und der Wasserführung. An den Übergängen wird ein niveaugleicher Ausbau vorgesehen, damit diese barrierefrei genutzt werden können.
Bleibt der Fußgängerüberweg am Marktplatz erhalten und ist ein weiterer Überweg am Obertor geplant?
Der Fußgängerüberweg am Marktplatz soll erhalten bleiben. Die Gestaltung des Bereichs am Obertor ist noch nicht abschließend geklärt und wird weiterhin mit Hessen Mobil abgestimmt.
Wird der Denkmalschutz bei der Gestaltung berücksichtigt?
Ja, das Denkmalschutzamt ist in die Planungen eingebunden. Insbesondere die Auswahl und Gestaltung der verwendeten Materialien wird entsprechend abgestimmt.
Werden die bestehenden Hitzeprobleme bei der Sanierung berücksichtigt?
Ja, die Hitzeentwicklung und notwendige Maßnahmen zur Klimaanpassung werden in die Planungen einbezogen.
Ist der Einbau von Flüsterasphalt möglich?
Flüsterasphalt ist bei einer zulässigen Geschwindigkeit von 30 km/h nur wenig wirkungsvoll. Zudem besitzt er große Poren, die dauerhaft freigehalten werden müssen. Stattdessen wird der Einsatz eines helleren Asphalts geprüft, um die Aufheizung der Oberfläche zu verringern und die Klimaanpassung zu unterstützen.
4. Leitungen, Fernwärme und Finanzierung
Werden die Kanäle nur erneuert, wenn dies tatsächlich notwendig ist?
Die Kanäle wurden bereits untersucht und mit einer Kamera befahren. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden die Grundlage für die weitere Planung.
Wie ist der Planungsstand beim Thema Fernwärme?
Die Einbindung der Fernwärme wird derzeit geprüft. Zunächst muss geklärt werden, ob sie technisch und räumlich in das vorgesehene Leitungsnetz integriert werden kann.
Wie setzen sich die genannten Kosten zusammen?
Bei den bisher genannten Kosten handelt es sich um eine frühe und entsprechend grobe Kostenschätzung. Die tatsächlichen Kosten können sich im weiteren Planungsverlauf noch verändern. Grundsätzlich sollen nur notwendige Arbeiten umgesetzt und die Kosten so gering wie möglich gehalten werden.
Wie wird die Sanierung finanziert?
Für die oberirdischen Maßnahmen werden 66 Prozent der förderfähigen Kosten über das Stadtumbauprogramm übernommen. Die Arbeiten an den Wasser- und Abwasserleitungen werden von diesem Förderprogramm nicht abgedeckt.

