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Stadtgeschichte

Nach vorsichtigen Schätzungen dürfte die Stadt Rotenburg a. d. Fulda zwischen 1180 und 1190 entstanden sein. Bereits in den Jahrhunderten davor, bildeten sich rund um das Kloster Rotenburg erste Ortsgemeinschaften in den heutigen Stadtteilen Braach, Breitingen und Lispenhausen.

  • Rotenburg im Mittelalter

    786
    wird der bereits aus je sechs Höfen und 90 Morgen Land bestehende heutige Stadtteil Braach erwähnt; ebenso die heutige Wüstung Breitingen (Gedenkstein hinter den Schrebergärten am Tennisplatz, am R1 gelegen) und dem Ort Lispenhausen im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld, Breviarium sancti Lulli aufgeführt.


    1074
    ist die Gegend am Fuldaknie Aufmarschgebiet Heinrichs IV., der hier bei Breitingen und Breitenbach sein großes Heer zum Kampf gegen die Sachsen bereitstellt.

    1134
    wird die Braacher Wehrkirche erneuert und erweitert, wie ein Stein am Südportal kundtut.

    1146
    wird der Stadtteil Dankerode erstmals erwähnt

    Etwa 1150
    Errichtung der Burg Rodenberg auf dem Hausberg.

    1185
    gebot Landgraf Ludwig (1172 - 1190) "seinen Städten", unter denen auch Breitingen aufgeführt ist, den handeltreibenden Mönchen des Klosters Spießkappel keinen Zoll abzuverlangen. Breitingen hatte als Stadt Markt-, Münz- und Zollrecht. (Ein Gedenkstein vor den Rotenburger Tennisanlagen erinnert an die heutige Wüstung.)

    1219
    ist der erste Braacher Erzpriester nachgewiesen; Braach bleibt Erzpriestersitz bis zur Durchführung der Reformation 1556

    1248
    wird Rotenburg erstmals urkundlich als 'civitas', eine bürgerlich verwaltete Stadt mit allen ihren Rechten und Pflichten, erwähnt. Wenn auch Rotenburg in dieser Zeit erstmals als Stadt genannt wird, so weisen doch viele Gegebenheiten auf eine weiter zurückliegende Entstehung am linksseitigen Ufer der Fulda hin. Nach dem Siegel der Urkunde ist die Stadt eine Gründung des Abtes von Hersfeld und zwar in der Gemarkung des früh wüst gewordenen hersfeldischen Dorfes Breitingen.

    Die Landgrafen von Thüringen waren die Erbauer der Burg Rodenberg auf dem Hausberg und Vögte des Stifts Hersfeld. Vermutlich wurden sie als solche auch Eigentümer oder gar Erbauer der Stadt Rotenburg.

    1253
    urkundliche Erwähnung der Kapelle St. Georg (später Hospital) in der Altstadt.

    1259
    ist der Stadtteil Seifertshausen erstmals erwähnt.

    1274
    wird der Stadtteil Erkshausen erstmals urkundlich erwähnt.

    1290
    erste Erwähnung des westlich von Rotenburg gelegenen Gutes Ellingerode, als Vorwerk zur Burg gehörig.

    1290
    erneuert und verstärkt der hessische Landgraf die Stadtmauern und Tore auf der Seite der Altstadt von Rotenburg. Die Neustadt lag zu dieser Zeit auf einer Insel.

    im 13. Jh.
    wird der Ort Atzelrode erstmalig erwähnt.

    1303
    Erste schriftliche Kunde vom Handwerks- und Zunftwesen. Man spricht von einer Fleischbank zwischen den Schlachtbänken der Metzger, später dem heutigen Marktplatz dokumentiert.

    1310
    wird der Stadtteil Schwarzenhasel erstmals in einer Urkunde des Klosters Cornberg als "Hasela" genannt.
    (Quelle: StaM Urk. A II Kl. Cornberg)

    1320
    wird die Lispenhäuser Kapelle erwähnt im Zusammenhang mit der Kirche in Breitingen (Hochmahle), die beide zusammen 1485 als eine Pfarrei genannt werden: 'Lispenhausen alias Breitingen'.

    1322
    tritt der Stadtteil Mündershausen erstmals in Erwähnung.

    1340
    wird die Neustadt als eine eigene Gemeinde angelegt.

    1343
    passiert die erste Erwähnung von dem Dorf Guttels als Burgsitz zur Rodenberg gehörig, später als Lehen der Ritter von Baumbach und von Trott.

    1353
    wird ein geistliches Stift gegründet, das man 1356 von der Alt- in die Neustadt verlegt.

    1367
    Ist in einer Urkunde zu landgräflichen Ehesachen, Rotenburg als Aufenthaltsort der Landgräfin Elisabeth von Hessen belegt.

    1370
    Die Stiftskirche - St. Maria und St. Elisabeth - wird im Bau begonnen. Das Schiff wird erst 1484 fertig gestellt.

  • Frühe Neuzeit

    1470
    erbaut Landgraf Ludwig II. ein steinernes Schloss unmittelbar an der Fulda, unweit des alten Burgsitzes, an der Brückengasse. (Informationen im Stadtarchiv Rotenburg)

    1478
    wird bei einem großen Stadtbrand das Schloss fast völlig zerstört, jedoch bald wieder aufgebaut

    1495
    wird die Kirche der Altstadt nach dem Schutzpatron der Stadt dem Heiligen Jakob geweiht. Eine Figur soll

    1496 Oktober bis 1511 Januar
    wird die Stadt Rotenburg in einem Heiratskontrakt zwischen König von Jerusalem und Sizilien und Landgraf Wilhelm II., genannt der Mittlere, von Hessen-Kassel, als Sicherheit für das Wittum der Fürstin Jolanthe von Lothringen bis zu dessen Wiedereinlösung 1511 mit „allen ihren Zugehörungen“ verpfändet.

    Um 1520
    wird die heutige Kirche in Dankerode erbaut.

    1528
    führt Landgraf Phillip von Hessen in Rotenburg die Reformation ein; in der Kirche Braach wird diese erst 1536 wirksam.

    1540
    ließ sich Landgraf Phillip von Hessen in der Rotenburger Schlosskirche mit der schönen Margarete von der Saale "zur linken Hand" trauen, wiewohl er noch mit seiner ersten Frau rechtskräftig verheiratet war.

    Schon 1564
    gehört die Lispenhäuser Kirche zur Kaplanei der Rotenburger Neustadt.

    1570
    lässt Landgraf Wilhelm IV. von Hessen ein neues Renaissanceschloss an der Stelle des Alten errichten, von dem noch heute Südflügel und Marstall zu sehen sind.

    1577
    wird von der Fertigstellung des Schlossbaues mit Innen- und Außenarbeiten berichtet.

    1579
    wird in einem Schreiben über die „Ausmalung des Triumphsaal“ im Rotenburger Schloss informiert.

    1590
    ist der Bildhauer Wilhelm Vernucken mit der Ausgestaltung der Schlosskapelle beauftragt.

    1598
    Es wird über die Anlage einer dem Stift gehörigen Mühle an der Fulda berichtet.

    1597
    wird ein massives Rathaus am Marktplatz gegenüber der Kirche St. Jakobus erbaut.

    bis 1600
    wurden durch Landgraf Moritz Wehr und Schleuse in der Fulda, an Höhe der alten Bleiche erbaut, da er die Fulda bis Hersfeld schiffbar haben wollte.

    1601
    war die offizielle Eröffnung der Fuldaschifffahrt. Landgraf Moritz und seine Gäste besuchen Rotenburg mit drei Schiffen. Es verkehrten von da an die sogenannten "Fuldaböcke" nach Fahrplan flussauf- und flussabwärts. Für die Beförderung der Waren gab es Tarife. Bei Niedrigwasser wurden Treidelwege am linken Fuldaufer genutzt. (heutige Spazier- oder Radwege)

    1607
    werden die Alt- und Neustadt per Gesetz durch Landgraf Moritz vereinigt.

    1615
    brennen in Braach 57 Häuser ab, ohne Stallungen und Scheunen gerechnet.

    1618
    aus diesem Jahr stammt vermutlich der Treppenturm an der Wasserburg in Lispenhausen.

    1627
    wird Rotenburg durch Bestrebungen der Landgräfin Juliane und die Abdankung ihres Gatten Landgraf Moritz von Hessen-Kassel, Residenzort der der teilsouveränen Landgrafschaft von Hessen-Rotenburg, die sogenannte Rotenburger Quart.

    1637
    stecken im Dreißigjährigen Krieg sechs Soldaten des Regiments Isolani die Stadt und auch das schöne Rathaus in Brand.

    1648
    ist durch die Kriegseinwirkungen die Einwohnerzahl Rotenburgs auf 54 Männer und 18 Frauen zusammengeschmolzen.

    bis 1656
    wird das Rathaus in heute zu sehender Form wieder aufgebaut. Ebenso die Kirche, die Schule in der Löbergasse und Häuser am Marktplatz. Das älteste Haus in der Breitenstraße, welches den Brand überlebt hat, wurde ca. 1970 zur Stadtsanierung abgerissen.

    1750
    wird in zehnjähriger Bauzeit der Westflügel des Schlosses durch Landgraf Konstantin abgerissen und als Barockbau erneuert. (heutiger Haupteingang)

    1755
    wurde der später in Bückeburg tätige Leibarzt Dr. Bernhard Christoph Faust am 23. Mai in Rotenburg - in der Weingasse - geboren. (Die Bernhard-Christoph-Faust-Medaille wird alle zwei Jahre vom Land Hessen an bis zu drei Personen verliehen, die sich in herausragender Weise beruflich und/oder ehrenamtlich für die Förderung von Gesundheit und Prävention in Hessen engagieren.)

    1789
    lässt Landgraf Emanuel den baufälligen Nordflügel des Schlosses (zur Fuldaseite hin) sowie den Ostflügel (mit Rittersaal) abreißen und den Ersten durch den bis heute zu sehenden klassizistischen Bau ersetzen.

  • Das 19. Jahrhundert

    1819
    wird im Rotenburger Schloss Prinz Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst geboren, der von 1894 - 1900 deutscher Kanzler ist.

    1822
    Nennung eines Fürstlich Rotenburgisches Oberamt-Gerichtes

    1834
    erlischt die Rotenburger Quart aufgrund von Kinderlosigkeit; der Besitz fällt an das Haus Hessen-Kassel zurück. Bibliothek und Einrichtungsgegenstände gehen an die Familie in Corvey, Höxter, wo noch heute die umfangreiche Buchauswahl und Teile des Inventars zu bestaunen sind.

    1848
    wird die Rotenburger Station der „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“ auf der Eisenbahnlinie Bebra-Kassel eröffnet.

    1858
    wird im Stadtteil Schwarzenhasel die heutige Kirche gebaut.

    1859
    hat der Ort Lispenhausen bereits 637 Einwohner.

    1867
    Bau des Gebäudes für das Amtsgericht Rotenburg, Untertor.

    1882
    entsteht die erste eiserne Brücke über die Fulda als Verbindung zwischen der Alt- und Neustadt.
    Der neue Friedhof in Mündershausen wird angelegt.

    1887
    wird mit der Anlage einer Wasserleitung, von der Quelle im Heienbachtal ausgehend, für die Neustadt begonnen.

  • Das 20. Jahrhundert

    1900
    wird die Lispenhäuser Kirche nochmals erweitert.

    1910-1912
    baut man die heutige Jakob-Grimm-Schule als Königliches Lehrerinnenseminar vor dem Westtor der Stadt.

    1911
    wird in Braach eine Brücke über die Fulda errichtet.

    1912
    einige Reste der Burganlage 'Rodinburg' oberhalb der Neustadt, auf dem Hausberg (heute als 'Alter Turm' bekannt) werden freigelegt.

    1921
    wird die erste Jugendherberge der Stadt in der 'Villa Wildeck', heute Kasseler Straße, eröffnet.

    1923
    brennt die große Hess'sche Kunstmühle an der Fuldabrücke, Neustadt, ab.

    1930
    wird der beliebte Treffpunkt und militärische Aussichtspunkt „Alheimerturm“, nunmehr aus Stein für die Belebung des Tourismus errichtet und eingeweiht. Die Stadt Rotenburg erhielt aufgrund der Bemühungen rund um den Tourismus, Bau von Schutzhütten, Ausbau der Wanderwege, Einrichtung von Ausflugslokalen, Gaststätten, Konzertplatz, Kino und Herbergen erstmals das Prädikat als anerkannter Luftkurort.

    1931
    erhält die Verwaltung der Kreisstadt ein neues Gebäude in der Neustadt (Lindenstraße).

    1932
    verstirbt die verwitwete Prinzessin Auguste von Phillipstha-Barchfeld in Rotenburg.

    1933
    geht das Schloss durch Kauf in das Eigentum der Stadt Rotenburg über.

    1945
    wird beim Einmarsch amerikanischer Truppen das Mittelteil der 1882 erbauten eisernen Brücke gesprengt. Ansonsten bleibt die Stadt von wesentlichen Gebäudeschäden verschont. Die Braacher Brücke wird angeschossen und etliche Häuser des Dorfes erleiden Beschussschäden.

    1946
    erhöht sich die Einwohnerzahl Rotenburgs auf 6.300 durch den Zustrom von ca. 2.000 Heimatvertriebenen.

    1948
    begeht Rotenburg seine 700-Jahrfeier. Ebenfalls beginnt man, den Stadtteil Hochmahle (nahe an das ehemalige Breitingen) zu bebauen.

    1951
    schenkt die Stadt das Schlossgebäude dem Land Hessen, das nach gründlicher Renovierung die Hessische Landesfinanzschule (Eröffnung 1953) darin unterbringt.

    1954
    kann das neue Kreiskrankenhaus am Kratzberg (ehemals Emanuelsberg) eröffnet werden. In Braach wird das Dorfgemeinschaftshaus, eines der ersten in Hessen, eingeweiht.

    1956
    wird die Albert-Schweitzer-Schule am Breitinger Kirchweg ihrer Bestimmung übergeben.

    1961
    ist Rotenburg wieder Garnisonsstadt geworden. Soldaten ziehen in die neu erbaute Kaserne am Silberberg ein.

    1964
    wird die evangelische Martin-Luther-Kirche im Bereich 'Hochmahle' und

    1966
    die katholische Christus-Erlöser-Kirche in der Mündershäuser Straße eingeweiht.

    1965
    begeht der Stadtteil Braach seine 1200-Jahr-Feier.

    1967
    ist die neue Grundschule am Höberück fertig. Der Stadtteil Braach erhält nach langjähriger Teilnahme am Wettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' die Goldmedaille im Bundesentscheid zugesprochen.

    1968
    wird die neue Fuldabrücke mit anschließender Hochstraße im Bereich der Brauhausstraße in Betrieb genommen. Die Jugendherberge 'Am Schlosspark' wird ihrer Bestimmung übergeben.

    1971
    wird Rotenburg der Titel 'Staatlich anerkannter Luftkurort' erneut verliehen.

    1972
    Am 1. Januar werden die Orte Atzelrode, Braach und Mündershausen und am 1. August die Orte Dankerode, Seifertshausen, Erkshausen, Schwarzenhasel sowie Lispenhausen als neue Stadtteile in den Stadtverband eingegliedert. Die Einwohnerzahl steigt damit auf ca. 13.750. Das neue Hallenbad wird in diesem Jahr fertig gestellt und der Bau des Herz und Kreislaufzentrums (HKZ) begonnen.

    1973
    kann die Verwaltungsfachhochschule auf der Seewiese ihrer Bestimmung zugeführt werden.

    1974
    wird das auf dem Hausberg erbaute Großprojekt 'Herz- und Kreislaufzentrum' (HKZ) mit dem Hotel 'Pergola' in Betrieb genommen.

    1975
    wird die neu errichtete Bundesschule der Betriebskrankenkassen eröffnet.

    1975-1980
    werden in den Stadtteilen die Dorfgemeinschaftshäuser ihrer Bestimmung übergeben.

    1976
    sind erneute Ausgrabungen an der Burg 'Rodinburg'.

    1980
    wird Rotenburg jüngste Hochschulstadt. Der historische Marktplatz wird neu gestaltet und mit der Fertigstellung des Mehrzweckhauses ein Beispiel für hervorragende Stadtsanierung geschaffen. Die biologische Kläranlage wird in Betrieb genommen.

    1981
    erfolgt die offizielle Einweihung des renovierten Rathauses mit dem neu konzipierten Verwaltungszentrum einschließlich des Rathauscafe`s.

    1982
    wird der Gebäudekomplex 'Rathaus am Marktplatz' vom hessischen Staat mit einer Plakette bedacht, die den Architekten, dem Bauherrn sowie den Handwerkern eine vorbildliche Leistung bestätigt. Die Altenstube in der Weingasse wird eröffnet.

    1984
    Am 17. August wird das neu gebaute Gästehaus des Herz- und Kreislaufzentrums eingeweiht.

    1986
    zehnjähriges Partnerschaftsjubiläum mit der französischen Partnerstadt Argentan. Benennung der neuen Fuldabrücke in 'Brücke der Städtepartnerschaften'. Feierliches Gelöbnis der ersten Bundeswehr-Rekruten auf dem Marktplatz. Im August wird das EDV-Bildungsinstitut in der ehemaligen Heienbach-Schule eröffnet. Der Stadtteil Lispenhausen feiert sein 1200-jähriges Ortsjubiläum. Einweihung des Marstalls mit Technikerschule der hessischen Straßenbauverwaltung am 01. Oktober. Das erste Wüstefelder 'Rapsblütenfest' wird gefeiert.

    1987
    Einweihung des neuen kardiologischen Fachkrankenhauses des Herz- und Kreislaufzentrums.

    1988
    offizielle Verschwisterung mit Rothenburg/Schweiz am 18. Juni in der Schweiz und zehnjähriges Partnerschaftsjubiläum mit der englischen Partnerstadt Gedling.

    1989
    erteilt das Land Hessen dem Herz- und Kreislaufzentrum die Genehmigung, Operationen am offenen Herzen vorzunehmen (Errichtung einer Herzchirurgie). Es erfolgt die Grundsteinlegung für das Hotel 'Rodenberg'.

    1990
    entsteht die Park-and-Ride-Anlage gegenüber dem Bahnhof. Das Hotel 'Rodenberg' auf dem Hausberg eröffnet.

    1991
    Erstmalige Aufstellung der größten Weihnachtspyramide Deutschlands auf dem Marktplatz.

    1992
    Anbringung des Glockenspiels am Rathausgiebel.

    1993
    Fertigstellung der Renovierung des Schlosses und Wiederaufnahme des Schulbetriebes der Landesfinanzschule. Eröffnung der Rodenberg-Klinik für Privatpatienten. Im Juni Einweihung des Wohnmobil-Parks auf dem Gelände des ehemaligen Schafhofs.

    1994
    wird die umfangreiche Dorferneuerung und damit verbundene Einfassung des Haselbachs in Seifertshausen abgeschlossen.

    1995
    Eröffnung des Hotel 'Zur Post' in der Bahnhofstraße. Im Mai 1995 wird erstmalig ein Bauern- und Handwerkermarkt - der "Kuckucksmarkt" im Stadtteil Braach eröffnet.

    1996
    Am 31. Mai erfolgt der erste Spatenstich und die Grundsteinlegung für das Trainings- und Kongresszentrum auf dem Hausberg zwischen Hotel 'Rodenberg' und Herz- und Kreislaufzentrum durch die Initiative der Pergolagruppe. Übergabe der nach historischem Vorbild neu erbauten Fuldabrücke.

    Der Stadtteil Dankerode feiert seine Ersterwähnung vor 850 Jahren. Die ersten Publikationen „Aus Geschichte und Gegenwart unseres Dorfes“ und die Abschrift der „Chronik der Dorfschule in Dankerode, 1874 bis 1929, konnten feierlich zum Fest übergeben werden.

    1997
    Im Rahmen des innerstädtischen Hochwasserschutzes wird mit den Projekten zur Fulda-Renaturierung begonnen. Rotenburg ist Austragungsort für Spiele der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen. 27.11. Eröffnung des Puppen- und Spielzeugmuseums der Familie Wächter, Bürgerstraße 1.

    1998
    Anfang Juli begeht die Stadt Rotenburg ihre offizielle 750-Jahr-Feier verbunden mit dem traditionellen Heimat- und Strandfest. Die Rotenburger Chronik wird in zwei Bänden abgefasst und über den Zweigverein für Hessische Geschichte und Landeskunde heraus gegeben. Außerdem ist Rotenburg Austragungsort für die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen.

    1999
    Im Januar beschließt das Stadtparlament den Bau der neuen Tennisplätze auf einem Teilbereich der Überreste der Ortschaft Breitingen (Wüstung). Im April feiert die Jakob-Grimm-Schule ihr 75jähriges Jubiläum. Rotenburg ist Austragungsort für die Spiele der Handball-Europameisterschaft der weiblichen Jugend. Teilnahme am bundesweiten 'Tag des offenen Denkmals'.

  • Rotenburg heute

    2000
    Im November 2000 wir die erste Skulpturengruppe 'Zwei Knaben' an der alten Fuldabrücke aufgestellt. Es ist die erste von einer fünfteiligen Skulpturenreihe, die durch Spenden finanziert wird.

    2001
    Die begonnenen Renaturierungsmaßnahmen an der Fulda zeigen erste positive Wirkungen. Im Vergleich zu adäquaten Hochwasserständen ist der Fulda-Wasserstand um 60 cm gesunken. Im Juli wird die zweite spendenfinanzierte Figur der Skulpturenaktion 'Diakonisse' auf dem Marktplatz eingeweiht. Im Mai wird die Geschichtswerkstatt in der Jakob-Grimm-Schule mit gesammelten Exponaten der AG-Spurensuche eröffnet. Im November findet der 20. Tag der Heimatpflege statt.

    2002
    Tag des offenen Denkmals mit dem Thema "Auf den Spuren Jüdischen Lebens" in Rotenburg a. d. Fulda und in Baumbach im September.

    2003
    Die Dienststelle des Rotenburger Katasteramtes schließt nach ca. 30 Jahren. Im März beschließt das Ministerium den Bundeswehrstandort Rotenburg a. d. Fulda beizubehalten, allerdings ohne das Panzergrenadierbataillon 52. Im April erhält der Stadtteil Lispenhausen die Zusage für das Dorferneuerungsprogramm. Die Post baut 9 Standorte für Briefkästen in der Kernstadt ab, ohne die Bürger darüber zu informieren. Im Mai werden 71 Soldaten des Pz. Gren. Btl. 52 zum Einsatz in Bosnien für 6 Monate verabschiedet. Die Hosenfabrik Brühl produzierte im Jahr 2002 1,3 Mill. Hosen und im Jahr 2001 1,4 Mill. Hosen. Geschäftsführer ist Norbert Erhard; 118 Mitarbeiter sind in Rotenburg tätig, in Tunesien und Rumänien 580 Arbeiter.

    Zum Heimat- und Strandfest im Juli gibt es ein verändertes Konzept. Live-Bands sorgen am Abend im Schlosspark für Unterhaltung. In der Alheimer-Kaserne sollen ab 2004 pro Quartal 400 Rekruten die allgemeine Grundausbildung absolvieren, bisher waren es nur 150 Rekruten pro Quartal. Die Ortsumgehung für den Stadtteil Lispenhausen im Zusammenhang mit der Dritten Fuldabrücke soll nun endlich gebaut werden. Immer mehr große und kleine Firmen in der Region müssen Insolvenz anmelden. Im August wird die DRK - Ortsvereinigung Rotenburg 111 Jahre alt. Im September kommt Hessens Ministerpräsident Roland Koch zu einem gemeinsamen Leserforum der HNA und HZ nach Rotenburg. Im Steinweg wird von Bürgermeister Manfred Fehr der Brunnen "Steinborn" eingeweiht. Kommandeut Michael Helmich gibt bekannt, dass ab Januar 2004 das Pz. Gren. Btl. 52 der Alheimer-Kaserne künftig 600 Soldaten haben wird und zu einem Ausbildungsbataillon umfunktioniert werden soll.

    In dem kleinen Fachwerkhaus (Brauhausstrasse 2), das bekanntlich als Mikwe (Jüdisches Ritualbad) gedient hat, wird mit archäologischen Arbeiten begonnen. Das Gebäude wird zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte umgebaut.
    Die Hessische Landesfinanzschule feiert 50jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Im Oktober werden im gesamten Stadtgebiet über 800 im Energieverbrauch sparsamere Lampen installiert. Im November wird Erster Stadtrat Franz Toby in der polnischen Stadt Czerwiensk aufgrund seiner Hilfe an den Menschen dort zum Ehrenbürger ernannt.
    Im Dezember erhält die AG Spurensuche der Jakob-Grimm-Schule den Deutschen Jugendvideopreis 'Young Media 2003' für die Erforschung der jüdischen Gemeinde in unserer Stadt.

    2004
    Das Panzergrenadierbatallion 52 wird zu einem Ausbildungsbataillon umgebildet mit etwa 400 Rekruten pro Quartal in der Alheimerkaserne. Im Februar feiert der Jugendhof auf dem Kratzberg sein 50jähriges Bestehen. 1. Teilnahme am Bundeswettbewerb 'Unsere Stadt blüht auf' mit dem Erfolg der Silbermedaille im Juli. Im September findet das 'Fest der Berge' statt - 50jähriges Bestehen des Kreiskrankenhauses - 30 Jahre Herz- und Kreislaufzentrum - 30 Jahre BKK Akademie. Ende des Jahres wird im Kreiskrankenhaus eine Praxis für Radiologische Diagnostik mit einem MRT-Gerät und eine Praxis für Neurochirurgie eingerichtet.

    2005
    Im Januar wird im Kreiskrankenhaus eine Praxis für Orthopädie eröffnet. Im Juni wird der Alheimerturm 75 Jahre alt.
    Im September wird die "Mikwe" - Gedenk- und Begegnungsstätte in der Brauhausstraße 2 mit einem Festprogramm und Gästen aus aller Welt eröffnet. Bei der Teilnahme am Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" erhält Rotenburg die Goldmedaille. Nach abgeschlossener Modernisierung mit Kapazitätserweiterung stehen in der Verwaltungsfachhochule, Josef-Durstewitz-Straße 6, im Hauptgebäude und drei Nebengebäuden 592 Einzelzimmer mit Dusche/WC und Telefon, 30 Lehrsäle, Bibliothek, Cafeteria und vieles mehr zur Verfügung.

    2006
    Im März geht mit der Auflösung des Panzergrenadier Bataillon 52 in der Alheimer-Kaserne eine lange Tradition zu Ende (seit 1959 in Rotenburg). Im September wird der Verein "Rotenburger Weinfreunde" gegründet und ein Weinberg am Teufelsberg mit Weinstöcken auf ca. 2000 qm angelegt. Die Verwaltungsfachhochschule und die Landesfinanzschule mit der Ausbildungsstätte für den mittleren Justizdienst werden organisatorisch zum Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg a. d. Fulda zusammen gelegt.

    2007
    In der Nacht vom 18. auf 19. Januar fegt der "Orkan Kyrill" auch über unsere Region und richtet in den umliegenden Wäldern und im Stadtgebiet zahlreiche Sturmschäden an. Im Mai wird das neue Altenpflegeheim der Kreisaltenpflege Hersfeld - Rotenburg in der Lindenstraße mit 99 Plätzen im Beisein von Hessens Sozial-Staatssekretär Gerd Krämer, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt sowie zahlreichen Gästen eingeweiht.

    Aus Anlass des 25jährigen Bestehen kann die Ausbildungsstätte für den mittleren Justizdienst zu einem Festakt am 05. Juni den Hessischen Minister der Justiz, Herrn Jürgen Banzer, als Ehrengast begrüßen. Im Juli wird am Kreiskrankenhaus eine Gemeinschaftspraxis für die Orthopädie eröffnet. Nach fast zweijähriger Umbau- und Sanierungsphase wird die naturkundliche Abteilung des Kreisheimatmuseum wieder eröffnet. Im Beisein der Ersten Kreisbeigeordneten Christa Bittner und zahlreichen Gästen würdigt Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt die aus dem Nachlass des Rotenburger Arztes Dr. Heinrich Eisenach stammenden Exponate als "alte Schätze". Mit viel Anklang und Berichten in der Presse und im Rundfunk wird im September die "1. Rotenburger Karikade" an drei Ausstellungsorten gleichzeit eröffnet (Verwaltungsfachhochschule, Geschäftsräume in der Breitenstraße, BKK Akademie). Anlässlich des 800. Geburtstages der Heiligen Elisabeth wird die Ausstellung "Krone, Brot und Rosen" in der Stiftskirche St. Maria und Elisabeth aufgebaut. Die Renovierung der Kirche im Stadtteil Lispenhausen wird beendet.

    2008
    Der Verein für den neu geplanten Kunsttempel (ehemalige Katasteramt, Obertor 8) muzkkka - Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur wird gegründet. Erster Vorsitzende ist Bürgermeister Manfred Fehr.
    Die Turngemeinde im Stadtteil Lispenhausen begeht ihr 100jähriges Jubiläum.

    2009
    Jubeljahr - 100 Jahre Kultur- und Tourismusverein Rotenburg a. d. Fulda e. V., gegründet 1909 als Bürgerverein.
    Der TV 1919 Braach e. V. feiert sein 90jähriges Jubiläum mit Festprogramm und Festzug im Stadtteil Braach.
    Im Mai feiert der Stadtteil Seifertshausen seine 750-Jahr-Feier. Im August wird das muzkkka - Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur im ehemaligen Katasteramt, Obertor 8, eröffnet.

    Die Fischtreppe am Wasserkraftwerk Haag wird im September eingeweiht. Im Stadtteil Lispenhausen wird ein Dorfmittelpunkt am Bürgerzentrum geschaffen. Außensanierung der Jakobi-Kirche auf dem Marktplatz, Restaurierung der Fassade, des Turmes und des Daches.

    2010
    Im Frühjahr wird mit der Sanierung des städtischen Hallenbades am Breitinger Kirchweg begonnen. Im Mai wird der Zubra Energielehrpfad zwischen Bebra, Rotenburg und Alheim eröffnet. Im August beginnen die Sanierungsarbeiten an der Brücke der Städtepartnerschaften.

    2011
    Im Oktober wird der neue Bürgersaal im Bürger- und Tourismuszentrum am Bahnhof eingeweiht. Im Dezember wird das muzkkka - Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur geschlossen. Ebenfalls im Dezember wird das Amtsgericht Rotenburg aufgelöst, die Aufgaben des Amtsgerichtes Rotenburg gehen an das Amtsgericht Bad Hersfeld über.

    2012
    Im Mai feiert die Bundeswehr  Ihr 50 jähriges Bestehen in Rotenburg mit einer Serenade und Fackelzug. Im Juni feiert der Stadtteil Schwarzenhasel seine 700-Jahr-Feier. Im September enden die Sanierungsarbeiten an der Brücke der Städtepartnerschaften. Im Oktober wird das städtische Hallenbad nach zweijährigen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet.

    2015
    Der Rotenburger Stadtteil Braach begeht im Mai seine 1250-Jahr-Feier.

Aufgestellt 1997 und Aktualisiert 2020 von Angela Pooch, Archiv der Stadt Rotenburg an der Fulda



Rotenburgs Ehrenbürger

  • Dr. August Heinrich Ferdinand Pfennigkaufer

    Hofrat, Doktor der Medizin und Philosophie, Chirurgie und Geburtshilfe

    geboren: 22.01.1801 Bärwalde in der Neumark
    Sohn des Bürgermeisters Gottlieb Friedrich Pfennigkaufer und dessen Ehefahr Charlotte Louise geb. Borchart

    verheiratet: 01.05.1840 in Rotenburg -Altstadt mit Caroline Theresa Johanna Sophie geb. Lange
    Kinder: Tochter Katharina Amalie (*1829 in Marburg)

    gestorben: 19.04.1844 Rotenburg -Altstadt, wohnte Obergasse Haus Nr. 118

    LEBENSWEG:
    Medizinstudium in Marburg
    1822 immatrikuliert, Marburg
    1824 als paktizierender Arzt verpflichtet, Marburg
    1834 Leibarzt des Landgrafen Hessen-Rotenburg
    seit 1835 Leibarzt des Landgrafen in Rotenburg

    Dr. Pfennigkaufer hob sich besonders durch seine Leistungen gegenüber der unterbemittelten Klasse, den Armen, hervor.

    1836 vom Magistrat der Stadt zum Ehrenbürger ernannt.

  • Dr. Christian Carl Wenderoth

    Pfarrer, Doktor der Theologie

  • Landrat Ludwig Schantz
  • Johann Friedrich August Ferdinand Aulig

    Rechtsanwalt, Notar

  • Dr. Karl Etzrodt

    Doktor der Philosophie

  • Georg Ellenberger

    Kaufmann und Kommunalpolitiker

  • Elfriede Hilgenberg

    genannt: Schwester Elfriede

  • Heinz Meise

    Hochbauingenieur, Architekt, Gründer und Hauptgeschäftsführer des Herz- und Kreislaufzentrums Rotenburg an der Fulda